Immer mehr Unternehmen investieren viel Geld, um möglichst viele Jugendliche in ihr Auswahlverfahren zu bringen.
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Rede mit den Chefs

Mit einer Initiativbewerbung zum Traumjob

Als nach 2000 Geborener gehörst Du zur Generation Z. Bei der Jobsuche ist das gut für Dich, denn immer mehr Spitzenunternehmen haben Probleme, leistungswilligen und vor allem leistungsfähigen Nachwuchs zu finden. Das Angebot an attraktiven Spitzenausbildungen und danach gut bezahlten Jobs ist daher längst viel größer als das Angebot an geeigneten Bewerbern.

Doch auch heute noch werden 70 bis 80 Prozent aller offenen Stellen vergeben, ohne dass sie jemals offiziell ausgeschrieben wurden. Es gibt sogar Unternehmen, die von Ihren künftigen Mitarbeitern erwarten, dass sie von sich aus initiativ werden. Das gilt bei manchen Spitzenunternehmen auch für Lehrstellen. Um an diese begehrten Jobs zu kommen, gibt es im Grunde nur die Möglichkeit einer Initiativbewerbung.

Dazu musst Du herausfinden, wer in einem Unternehmen für die Lehrlingsaufnahme zuständig ist. Oft reicht schon ein Blick auf die Webpage. In einem Unternehmen mit weniger als 5o Mitarbeitern ist das so gut wie immer der Chef. In größeren Firmen gibt es meist einen Personalchef, an den Du Deine Initiativbewerbung adressieren kannst. Um Deine Chancen zu vergrößern, lohnt sich auch eine telefonische Kontaktaufnahme. Dabei kannst Du in Erfahrung bringen ob überhaupt Lehrlinge in Deinem Wunschberuf aufgenommen werden und wenn ja, wer hierfür zuständig ist und über welche Email-Adresse derjenige erreichbar ist.

Sobald Du weißt, dass Lehrlinge aufgenommen werden, solltest Du Dich für ein Schnupperpraktikum anbieten. Beim Schnuppern hast Dú die Gelegenheit, Dich von Deiner besten Seite zu zeigen; voll motiviert, pünktlich und natürlich höflich – aber auf keinen Fall unbescheiden oder gar besserwisserisch.
Mit Deiner Initiativbewerbung kannst Du den Eindruck vermitteln, dass Du unbedingt bei dieser Firma arbeiten willst. Das gibt Dir gute Chancen zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.
Dir muss dennoch klar sein, dass ein Unternehmen einen Lehrplatz lieber unbesetzt lässt, als ihn mit einem nur schlecht geeigneten Kandidaten zu besetzen. Und die Personalchefs sind darin ausgebildet, jene Jugendlichen herauszufiltern, die den Anforderungen gewachsen sind.

Im Bewerbungsgespräch will sich Dein zukünftiger Chef daher von Deiner Eignung überzeugen lassen. Dazu reicht es meist, wenn Du die erforderlichen Schulkenntnisse (Lesen, Schreiben und die Grundrechnungsarten) mitbringst. Außerdem sind sogar bei Berufen ohne direkten Kundenkontakt ein selbstbewusstes Auftreten – das kannst Du trainieren – sowie natürlich Höflichkeit und Pünktlichkeit gefragt.

Auf keinen Fall sollst Du bei Deinem zukünftigen Chef jedoch den Eindruck hinterlassen, dass Du ohnehin schon alles weißt. Respektlose Besserwisser gelten nämlich als nicht teamfähig. Und die will kein Unternehmen haben.

Wenn Du Dich für einen Ausbildungsjob bei einem bekannten und großen Unternehmen interessierst, muss Dir klar sein, dass dort auch viele andere Jugendliche hinwollen. Immer mehr Unternehmen investieren viel Geld, um möglichst viele Jugendliche in ihr Auswahlverfahren zu bringen.

mostwanted hat mit einigen Personalchefs gesprochen und folgende Tipps erhalten, wie sich ihr Wunschkandidat verhalten soll.

  1. Wer deinen guten Job will, muss Initiative zeigen.
  2. Das Bewerbungsschreiben muss perfekt sein.
  3. Der erste Eindruck zählt.
  4. Von den geeigneten Bewerbern erhält derjenige den Job, der am gierigsten danach ist.

Am besten versuchst Du lange bevor über eine Lehrlingsaufnahme entscheiden wird, mit einem Arbeitgeber in Kontakt zu treten. Für einen Erstkontakt ist es nie zu früh aber auch nie zu spät. Dabei ist es kein Problem, wenn Du Dir bei der Kontaktaufnahme von Deinen Eltern Geschwistern oder Lehrern helfen lässt. Dein zukünftiger Chef muss dennoch den Eindruck haben, dass Du den Ausbildungsplatz willst und nicht Deine Mutter.


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